RAS Kanzlei - Kanzlei für Fluggastrechte - EG 261/2004 - Bundesweite Vertretung
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In 5 Schritten zum Entschädigungsanspruch


1. Schritt - Beweise sammeln

Ihr Flug hat Verspätung, wird annulliert oder Sie werden nicht befördert? Lassen Sie sich die Flugunregelmäßigkeit entweder am Terminal des Abflug-Flughafens oder am Terminal des Ankufts-Flughafens schriftlich bescheinigen. Hierzu ist die Airline verpflichtet.

Heben Sie Buchungsbestätigung und Bordkarte auf.


2. Schritt - Entschädigung ausrechnen

Wenn Sie ein internetfähiges Smartphone haben, können Sie noch am Flughafen Ihren Entschädigungsanspruch ausrechnen. Hierzu müssen Sie lediglich die IATA-Abkürzungen des Abflug-Flughafens und des Ankunfts-Flughafens ermitteln. Wenn Sie dies getan haben, nutzen Sie diesen Rechner und ermitteln die Entfernung zwischen den beiden Flughäfen.

Strecke zwischen beiden Flughäfen:

€ 250 pro Person bei einer Strecke bis zu 1.500 Km

€ 400 pro Person bei einer Strecke zwischen 1.500 und 3.500 Km

€ 600 pro Person bei einer Strecke oberhalb von 3.500 Km

Bei der Wartezeit kommt es alleine auf die Ankunft am letzten Ziel-Flughafen an. Bei Kurz- und Mittelstrecke gibt es Entschädigung ab drei Stunden verspäteter Ankunft. Langstreckenflüge bedürfen einer vierstündigen Verspätung.  


3. Schritt - Airline anschreiben

Nach Abschluss Ihrer Reise sollten Sie die Airline kurz anschreiben und zur Leistung unter Fristsetzung (wichtig) auffordern. Dies ist deshalb wichtig, da die Airline sich nach Fristablauf in Verzug befindet. Sollte die Airline also nicht freiwillig zahlen wollen, sind nachfolgende anwaltliche Kosten für die eigene Rechtsverfolgung notwendig und im Obsiegensfalle von der Airline ebenfalls zu erstatten.

Orientieren Sie sich an unserem Musterbrief für Flugverspätungen, Flugannullierungen und Nichtbeförderungen.

Sie müssen überdies weder Gutscheine, noch geringere Vergleichsbeträge akzeptieren. Ob Sie den Flug individuell oder im Rahmen einer Pauschalreise gebucht haben, ist ebenfalls unerheblich.


4. Schritt - anwaltlichen Rat einholen

In der Vergangenheit haben die Airlines regelmäßig nur wenig aussagekräftige Antworten versendet, in denen allgemein von einem „aussergewöhnlichen Umstand“ gesprochen wurde, der die Airline angeblich von der Zahlungspflicht befreien würde.

Ohne an der Wahrheitsliebe der Airlines zweifeln zu wollen, haben wir festgestellt, dass in fast allen Fällen, in denen wir nachher für betroffene Reisende eine Klage geführt haben, die Gerichte jedenfalls nicht der Meinung waren, dass es sich um einen aussergewöhnlichen Umstand gehandelt habe.

Schreiben Sie uns eine Mail und bitten Sie uns um Rückruf. Wir besprechen den Fall gerne kostenlos und unverbindlich mit Ihnen.

Für eine Einschätzung brauchen wir nur kurze Zeit. Versuchen Sie es mit unserer





5 Schritt - die anwaltliche Durchsetzung Ihrer Ansprüche

Die Airline zahlt nicht und Sie haben in einer unverbindlichen Einschätzung erfahren, dass die Airline nach erster Einschätzung zahlen muss. Was dann?

Wenn Sie eine Rechtsschutzversicherung haben, kann diese um eine Deckungszusage gebeten werden, damit sie die anwaltlichen Kosten der Rechtsverfolgung übernimmt. Ein Musterschreiben finden Sie hier.

Wenn Sie sich an uns wenden möchten, senden wir Ihnen eine Vollmacht und einen Fragebogen zu, damit wir die Flugdaten vollständig vorliegen haben. Sodann besprechen wir zunächst das Kostenrisiko und wir sprechen mit Ihrer Rechtsschutzversicherung, wenn eine vorhanden ist.

Sollten Sie uns auf dieser Basis einen Auftrag erteilen wollen, schreiben die die Airline aussergerichtlich unter Fristsetzung an und bringen Argumente für eine Zahlungspflicht in Stellung.

Sofern die Airline die Zahlung dann immer noch verweigert, ohne geeignete Gründe vorzulegen, die eine berechtigte Verweigerung tragen, werden wir Klage erheben.

Dann mögen die Gerichte entscheiden, ob ein aussergewöhnlicher Umstand tatsächlich vorlag, der von einer Zahlungspflicht befreit.

Wir haben festgestellt, dass nur sehr selten ein Blitz, ein Vogelschlag, ein Streik, eine Terrorwarnung oder extrem schlechtes Wetter für eine Flugunregelmäßigkeit ursächlich gewesen ist. Die Airline benötigt gute Argumente, um einen aussergewöhnlichen Umstand darzustellen. Reines Behaupten reicht nicht.

Meistens handelt es sich um einen technischen Defekt oder Probleme aus dem Bereich der Bordcrew. Dies sind keine aussergewöhnlichen – sondern im Gegenteil sogar höchst gewöhnliche – Umstände.
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